Der Schwarzwald ist nicht wirklich meine Heimat. Obgleich ich – im Oberrheingraben aufgewachsen – in seiner Nähe groß geworden bin. Ich habe als Kind wohl viele Ausflüge dahin unternommen, dennoch: es war immer „woanders“, nicht „zu Hause“.  Viele Bilder, die ich vom Schwarzwald kenne, transportieren ein sonnig-sommerliches Heimatfilmbild vom Titisee oder dem Glottertal. Darin erkenne ich den Schwarzwald meiner Vorstellung nicht wieder. Der hat sehr viel mehr mit dunklen Seiten, mit rauher Natur und auch mit einer düsteren Sagenwelt zu tun.

 

Die Bilder sind am Vorabend des Jahres 2015 am Fuß des Feldberg entstanden. Es sind drei Kapitel. Eine klar monochrome Sichtweise in der Berg und Himmel verschmelzen und nur noch durch kontrastreich schwarze Waldstücke eine Orientierung in der Landschaft möglich ist. Es ist ein Bild von nebelschwangeren Wäldern, in denen Gefahr, Unheil lauern könnte, in denen man sich nicht aufhalten mag. Und es ist zum dritten ein durch vereiste Scheiben gefangener Blick auf die Titisee-Sage, in der das Vermessen, oder auch die Domestizierung der Natur mit dem Ertrinken im eisigen Bergsee bestraft wird.

 


 

 

 


 

WinterWaldWelt

31 digitale Fotografien, Monochrom / Getönt

Bärental, Höllental, Titisee

Dezember 2014

 

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