Herbstmorgen

Herbstmorgen

Die Uhrzeit ist gerade umgestellt worden. 

Der Biorhythmus hinkt noch ein wenig, es regnet, die Nase läuft und der Bus verspätet sich.  Als er dann kommt steige ich ein. Missmutig, zugegeben. 

Dann: Licht, Farbe. Ein Aufblinken. In Farbe getaucht. Tropfen, die im Licht von Ampeln schillern. Regenfäden, die mit Autolichtern schäkern. Spuren am Fenster, die in ihrer Form mit den Bäume am Straßenrand spielen. 

Wer sieht’s? Ich blicke mich um. Niemand… Dann die Kamera aus der Jackentasche und fotografiert. Alle blicken auf. Aber nicht auf die Lichter, auf mich. Huch? Was tut der da? Nichts besseres zu tun? Hmmm… fotografieren unter Menschen ist verdächtig. Egal, meine Laune hebt sich.

 

 

Was ich sehe, erinnert mich an Bilder von Saul Leiter. An eine malerische Farbigkeit. Mag ich, auch wenn’s nicht mein „eigentlicher Stil“ ist. Obwohl… in ihrer subjektiven Haltung gehören sie irgendwie doch zu mir.