Ausstellungsvorbereitung

Ausstellungsvorbereitung

Gut, dass man nicht immer im Voraus weiß, was sich entlang von Zusagen kristallisiert: hätte ich das mit der Ausstellung gewusst, ich bin nicht sicher, ob ich mich darauf eingelassen hätte.

 

Die Vorbereitung nimmt gerade meine komplette restliche Zeit ein. Ich könnte zwar wohl hingehen und sagen, okay: Zwischenräume sind fertig, Beamer ist bestellt, White Cube ist da und gut ist… aber, das reicht dem Widder in mir dann wohl doch nicht.

 

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Ja, die eigentliche Arbeit ist fertig. Nun muss aber der Raum bespielt werden. Und das mag ich dann auch nicht wirklich dem Zufall überlassen.

Zu den acht Episoden der Dia-Show wird es eine neunte geben, die auf dem Boden ausgelegt werden wird. Sie besteht aus Bildern, die ein „Eintauchgefühl“ vermitteln sollen. Gewünschte Wirkung? Den Betrachter einerseits ein wenig aufnehmen – wenn auch kopfüber -, andererseits ihm für einen Augenblick das Gefühl von Gleichgewichtsverlust zu schenken. Die „Legung“ (in Analogie zur „Hängung“, im Bild die pinkfarbenen Zettel auf dem Flipchart) wird so sein, dass man den Titel Zwischenräume auch spüren darf.

Also: wenn Du Dich einlassen magst, dann lass los, ich nehm Dich auf. Ob das klappt? Ich habe keine Ahnung. Aber wenn ich es nicht probiere…

 

Darüber läuft die Diashow mit den anderen acht Episoden im Shuffle-Mode, will sagen: in willkürlicher Reihenfolge. Erst dachte ich, fein, wenn die Leute sich darin aufhalten. Wenn die Bilder auf ihren Rücken, Bäuchen, Gesichtern projiziert wird. Dann werden sie Teil der Installation. Aber… wollen sie das mitmachen? Und will ich das? Ist es mir wichtig, dass die einzelnen Bilder betrachtet und wahrgenommen werden? Aber dann wäre – denke ich – die Form Diaporama nicht wirklich die richtige. Nun, ob der Beamer also in Körperhöhe aufgebaut, oder doch an der Decke aufgehängt wird, das habe ich noch nicht entschieden. Merkwürdig, wie aufgeschobene Fragen am Ende doch entscheidend werden. Sie kommen dann doch wieder…

Derzeitige Haltung: mir ist wichtiger ein Gefühl zu vermitteln, als dass einzelne Bilder hängen bleiben. Warum? Nun, weil ich denke, dass Wahrnehmung als Ausstellungsthema eher performativ zu vermitteln ist. Aber… ich bin noch nicht sicher. Ich werde es erstmal zu Hause simulieren, bevor ich mich dazu entscheide, ob die Menschen durch die Projektion laufen.

 

Und logistisch fühle ich mich ganz gut unterwegs: Beamer und Netbook sind im Landeanflug, Drucke werden heute noch bestellt, ebenso, wie weißer lichtdichter Molton um Fenster und Türen abzuhängen. Offener Punkt ist noch, wie ich die Bilder auf dem Boden beleuchten werde. Aber das wird auch noch gelöst werden.

Es wird gut , es wird klasse werden, ich bin sicher 🙂

 

Hier noch ein paar Infos dazu:


ZwoPLUS

Ausstellung Klasse Thomas Michalak, Fotoschule Berlin
Künstler:  Axel Gehrke, Jan GroßerKatja HammerleAnna HomburgJürgen HurstRainer MenkeKonstanze Müller-Kitti, Birgit Nitsch
Gäste:  Dagmar KolatschnySarah Pedde
Hommage: Edith Lechtape

Vernissage: 2.November 2016, 19 Uhr
Finissage: 6. November 2016, 17.30

Veranstaltungen: Hans-Jürgen Tast stellt Leben und Werk der Künstlerin Edith Lechtape vor. 6.November 2016, 15 Uhr
Gespräch und Führung: Dialogische Führung mit den Künstlern durch die Ausstellung. Anschließend laden wir Sie zur Finissage ein. 06.November 2016, 16:00


Projektraum Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin-Kreuzberg

2. – 6.November 2016
Mo-Fr 14-20 Uhr
Sa-So 12-20 Uhr