Farbe

Farbe

Draußen sprießt nicht nur die unsichtbare Gefahr, sondern halt auch der Frühling. Ein bisschen Licht und ein bisschen Farbe für’s Gemüt.

Auch ein Stillleben, obgleich ein ganz anderes als das gestrige.

Gärten haben etwas ganz hiesiges. Etwas, das im Hier und Jetzt fest verwurzelt ist und nicht in irgendwelchen Projektionsräumen. Tut gut. Auch wenn es bitterkalt gerade ist. So kalt, wie den ganzen Winter noch nicht.

Manche Bilder erscheinen wie im Traum. Schemenhaft, vage. Und doch klar genug um hängen zu bleiben.

Die Sternwarte da im Hintergrund kommt mir wie eine Metapher vor: wer nicht in den Himmel starrt, wird nie die Sterne sehen.

Naja, schon irgendwie kalenderspruchartig. Ich geb’s zu.

Symbolhaft auch das. Eine Hurrageste. Eine Geste, die Erstarrung aufbricht. Eine Geste, die Raum und Freiheit in sich trägt. Die den Winter so eindeutig hinter sich lässt, wie das nur der Frühling kann.

Vor der Bäckerei Wolke steht der Baum, der am schönsten von allen im Frühjahr blüht. Leider immer nur ein paar Tage lang, danach ist er wieder ganz unscheinbar. Aber für diese Handvoll Tage ist er der Star der Rubensstraße. Ich vermute, wenn ich in den nächsten Tagen nochmal daran vorbeilaufe, dann wird die Pracht bereits vergangen sein. Bis zum nächsten Jahr.

Eine Lackierung, die zur Stimmung passt. Poppige Farben. Direkt vor dem Brunnen, an dem seit anderthalb Jahren der Eimer hängt, den wir zur Wässerung der Bäume in der Straße hingehängt haben.