Notturno

Notturno

Ende Januar, so habe ich kürzlich gelesen, käme die Grippewelle. Normalerweise ziehen solche Wellen an mir vorrüber. Nicht so diesmal. Ich kann die Prognose bestätigen. Seit Donnerstag niese ich mich durch meinen Alltag, seit gestern wandert es in Richtung Bronchien, was mich dann tatsächlich zum Zurücktreten bewegt. Und mir Gelegenheit gibt ein paar Bilder aufzuarbeiten.

Notturno – wörtlich: nächtlich. Aber natürlich schon auch mit einem bestimmten Ausdruck konnotiert. Die Romantiker haben – insbesondere Chopin hat – es für die Stimmung von kammermusikalischen Schätzchen verwendet.

Bei mir steckt nur ein kleiner Faible dahinter nachts zu fotografieren. Ganz pragmatisch: ich hab da einfach Zeit, insbesondere, wenn ich unterwegs bin. Aber auch: es ist halt eine Herausforderung mit so wenig Licht und doch so heftigen Kontrasten zu fotografieren. Eine, die mir einfach auch Spaß macht. Aber das nur zur Motivation des Titels.

Viel Spaß beim Kucken 😉

This Post Has 8 Comments

  1. Oi – gute Besserung!

    Ich hatte Spaß beim Gucken 😉 – sehr schön.

    Grüße vom Sofa aus dem Schneesturm in den Alpen!

    1. Ahhh … wann hab ich eigentlich zuletzt Schnee gesehen?
      Also: auch wenn es stürmt (Sofa klingt jedenfalls seeehr gemütlich bei Schneesturm), genieße die Tage.
      Ich bin schon wieder auf dem aufsteigenden Ast. Und schon wieder im Dienst. Und auch schon wieder unterwegs (gewesen). Gerade aus Hannover und Düsseldorf zurück. Du siehst: „drei Tage war der Frosch so krank, jetzt raucht er wieder – Gott sei Dank“ 😉

  2. Hi Jürgen,

    ich bin durch Deinen Kommentar neulich auf theonlinephotographer.com auf Deine Webseite aufmerksam geworden und muß sagen, daß mir Deine Arbeiten „Randzone“ und „Terrain Vague“ ausgesprochen gut gefallen. In diesen „Edgelands“, wo die Städte und Siedlungen langsam in das Land hinein „ausfransen“, wird das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Kulturraum gut sichtbar. Ein sehr interessantes Thema. Ich finde auch Deinen Essay zu „Terrain Vague“ recht gelungen.

    Die Schriftstellerin Esther Kinsky kannte ich bisher noch nicht – ich dachte, die literarische Beschäftigung mit Landschaften und Orten ist eher im angelsächsischen Sprachraum verbreitet.

    Gute Besserung und viele Grüße aus dem Ruhrgebiet,
    Thomas

    1. Dankeschön, Corona zieht sich schon zurück 😉
      Freut mich sehr, Dein Lob.

      Wo, aus dem Ruhrgebiet, grüßt Du denn her?

      Schöne Grüße ins Ruhrgebiet 🙂

        1. Ah,… da bin ich leider viel zu selten. Ein wenig in-between: in Düsseldorf bin ich recht oft, ab und an auch in Bochum. Essen liegt da immer irgendwie dazwischen. Was schade ist, weil ich Ausstellungen mag und Essen mit Folkwang-Museum und insbesondere dem Otto Steinert Erbe da gut unterwegs ist. Die Biermann-Ausstellung gerade und auch die Ausstellung vom montierten Menschen – spannende Kunstszene in Essen.

          Schöne Grüße aus Berlin
          Jürgen

          1. Das Folkwang ist auf jeden Fall empfehlenswert! Wir besuchen es häufig. Am eindrucksvollsten fand ich persönlich die Luigi Ghirri Retrospektive 2018. Nicht nur, daß man seine Arbeiten so konzentriert sonst nicht sehen kann – meine Frau und ich hatten sogar eine persönliche Führung durch die Kuratorin. Sie hat uns nicht nur durch die Exponate geführt, sondern noch einen Blick „hinter die Kulissen“ ermöglicht. Beispielsweise waren einige der Original-Prints verblichen – zeigt man dann die Originale, weil sie „authentisch“ sind – oder werden Reprints dem Werk sogar gerechter?

            Wenn Du wieder im Ruhrgebiet bist und ein wenig Zeit hat, wäre meine Empfehlung auch ein Besuch im Museum Emil Schumacher in Hagen. Wir waren bereits einige Male da, und die Präsenz der ausgestellten Arbeiten Emil Schumachers ist einfach überwältigend.

            Beste Grüße,
            Thomas

  3. Luigi Ghirri ist toll! Habe ich leider auch verpasst. Dafür stehen Katalog, eine Monografie und der Essayband hier. 😉

    Dankeschön für die Tipps. Sind notiert 🙂
    Schönes Wochenende nach Essen
    Jürgen

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