Robert Frank

Robert Frank

Ich gebe zu: auch ich hab von ihm was im Regal. Eine Sonderausgabe der Süddeutschen, die in Kooperation mit Steidl gemacht wurde. Vergilbt leider ein wenig, aber nachdem ich die Tage festgestellt habe, wie hoch die mittlerweile antiquarisch gehandelt wird, hab ich sie mal eingepackt. Quasi als Altervorsorge bei Bares für Rares ;-).

Und ich gebe weiters zu: er steht tatsächlich nicht ganz on top meiner persönlichen Favoritenliste. Zum einen fehlt mir der Sinn für das Amerikanische oder mindestens für die amerikanische Seele, und zum anderen ist sein Blick halt ein ziemlich dokumentarischer. Und damit tue ich mich ja sowieso immer wieder schwer.

Trotzdem hier ein Tipp (und es lohnt sich in jedem Fall):

https://www.youtube.com/watch?v=8pd3_0cmAfg

This Post Has 8 Comments

  1. Danke für den Tip – wie so oft.

    Und wie Du merkst, lese ich brav chronologisch … bei mir steht er recht weit oben auf meiner Liste – in der Tate Modern gesehen und in Arles letztes Jahr und Don’t Blink hat mich sehr beeindruckt, als ich das erste mal gesehen habe.

    Und manchmal fotografiere ich auch im Frank-Modus sagt „man“ …

    1. Frank-Modus?
      Da muss ich mal d’rauf achten (und nebenbei vielleicht doch nochmal genauer Frank-Bilder ansehen 😉 ).

      1. In Don’t Blink läuft er auf Coney Island (glaub ich) rum und fotografiert. Er schaut kurz, hebt die Kamera und drückt ab. Das wars. Er schaut nicht durch den Sucher, weil er genau weiß, was im Ausschnitt sein wird und wie es aussehen wird.
        Das hat mich sehr fasziniert. Und ich mache das auch manchmal, entweder als Übung oder halt mittlerweile tatsächlich auch so immer mal ohne Absicht, einfach weil es passt.

        1. Ahhh, der Modus ist ein performativer, verstehe.
          Spannend; du weißt schon, dass nun bei jedem Bild von Dir die Modus Frage im Kopf auftaucht 😉
          Scherz beiseite: bei mir ist‘s so, dass ich viel zu oft viel zu schludrig beim Wählen des Ausschnitts bin. Und daher als Übung eher das Umgekehrte mir vornehme.

          1. Grins, ja – ich hab wenig kreative Modi, glaub ich.

            Ansonsten hab ich dann natürlich als erstes ein solches auf dem Blog – der Fenchel da …

            Vielleicht wirds ja weniger schludrig, wann Du auch mal probierst – wobei ich das schludrige jetzt nur zitiere, nicht wirklich glaube 😉

          2. „…ich hab wenig kreative Modi, glaub ich.“
            Also, das glaub ich nicht!

            Der Fenchel? Spannend, ich hätte nach dem Kommentar gestern auf die Straßenlaterne getippt. Und ja: ich probiere das aus. 🙂

  2. Die Laterne ist das typische 1,65m-unpassende Körpergröße für Fotografinnen: alles stürzt. 😉

    P.S. Ein ganz spannendes Thema, btw. Habe ich mal mit Carl Weese, der fast 2m groß ist, drüber geredet. Wenn man so aus der Augenhöhe raus fotografiert, daß beim selben Motiv ganz unterschiedliche Dinge passieren. Das Unfaire ist ja, daß große Menschen einfach in die Knie gehen können bei Bedarf …. 😉

    Das wollte ich am Wochenende mal lesen, keine Ahnung, ob taugt:

    https://www.nybooks.com/daily/2019/09/27/when-fathers-die-remembering-robert-frank/

    1. Oh, das ist ein guter Tipp.
      So rückt Frank heimlich („hälinge“) in meiner Wahrnehmung nach vorne… 😉 Aber das passt schon so.

      Und ja, Standpunkte, vor allem wenn sie in für Betrachter erfahrbarer Höhe sind, wirken zwar subtil, aber ausgesprochen nachhaltig. Sie legen am Ende das Verhältnis von Betrachter und Bildgegenstand auch emotional fest.

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