Ungefähre Landschaft

Ungefähre Landschaft

… oder doch Terrain Vague?

Ich habe das Projekt nun über den Sommer liegen lassen. Oder sollte ich sagen hängen lassen? Hat was mit Stress und ausgeprägtem Ungleichgewichtszuständen, wie ausgefallenem Urlaub und weiteren arbeits- und gesundheitsbezogenen Hinderlichkeiten zu tun. Ja, tatsächlich bin ich nicht im Gleichgewicht. Nichtsdestotrotz bleibt ja das Ziel bis Ende das Jahres einen Dummy erstellt zu haben.

Mit der bisherigen Auswahl, und auch mit dem Ansatz Schwarz-Weiß habe ich erstmal gebrochen. Das hieß, dass ich die ganze Sammlung von schon entstandenen Bildern komplett neu gesichtet, neu bearbeitet und auch eine neue Auswahl getroffen habe. Das war tatsächlich ein ordentliches Stück Arbeit. 300o Bilder lassen sich nicht an einem Nachmittag neu strukturieren und qualifizieren. Ich hab’s aber geschafft. Nicht schlecht für so einen sprunghaften Menschen, wie mich. 

Also, hier nun das Zwischenergebnis:

(hier in voller Auflösung (bitte um Nachsicht für die schon länger nicht mehr geweißte Rauhfaserwand…, nein ich rauche nicht (mehr) 😉 ))

Da ist nun eine Auswahl von ca. 60 (ich hab‘ nicht durchgezählt, nur geschätzt) mal an die Wand gepinnt und gruppiert. Auf dem „erweiterterten“ Auswahlstapel auf dem Schreibtisch liegen noch 100 andere. Aus denen werde ich, so es erforderlich wird ergänzen und auffüllen. 

 

Jetzt geht’s daran mal einen ersten Dummy für das Buch zusammen zu bauen. Wie funktioniert das nun? Keine Ahnung, wie andere das machen. Jörg Colberg hat zwar ein nettes Buch darüber geschrieben, ich hab’s auch gelesen. Aber irgendwie gibt’s da kein Rezept, das für alle funktioniert. Ich muss mir also mein eigenes Rezept suchen. Das ist zwar nicht das erste Buch, aber irgendwie ist jedes doch anders. Jedenfalls noch. Ja, ich habe mal vor einigen Monaten ein „Vorgehensmodell“ für Fotobuchproduktion gebaut. Sollte ich das doch wieder rauskramen? Mich an mein eigenes Vorgehensmodell halten?

(kann man das Lachen über sich selbst denn aus dem Blog herausören? ;-), P.S. wer sich für das detailliertere Modell interessiert, kann sich ein Scrivener-Projekt dazu hier runterladen. Das Tailoring ist selbstverständlich jedem selbst überlassen … und vor allem überlassen, okay? Überlassen! 😉 ).

 

Zurück zum Thema.

Also, die Bilder sind gruppiert. Die einzelnen Gruppen bilden Sequenzen, die in sich funktionieren sollen. Zwischen den Gruppen wird es Leerseiten, Texte, aber auch Übergänge geben, die aus den kleineren Gruppen, Dip- oder Triptychen gebaut werden. Jede Gruppe soll so sein, dass man sich aus ihr eine kleine Welt zusammenbauen darf. Die Gruppen untereinander haben die Gemeinsamkeit, dass sie Landschaften repräsentieren. Landschaften, die sich im nördlichen Umland von Berlin befinden. Aber… es ist keine klassische Landschaftsfotografie. Soweit, wie ich es überblicke, gibt’s kaum topografische Sichten darauf. Das Entstehen der Landschaften passiert aus den Ausschnitten, Einblicken, aus jeweiligen Bildern und vor allem aus den je eigenen Erwartungen und Sichtweisen beim Betrachten.

 

Im nächsten Schritt, das wird wohl dieses Wochenende noch fertig, wird ein erster Dummy daraus entstehen. Der darf dann bis Ende des Jahres reifen, an Text, an Gestalt und an inhaltlicher Stringenz wachsen. 

 

 

This Post Has 2 Comments

  1. Eine interessante Arbeit – kommen all die Bilder vor, die Du dort an der Wand gruppiert hast? Ich bin gespannt, wie Du diese zusammen führst, denn sie sind schon recht unterschiedlich – zumindest soweit ich dies aus dieser Perspektive beurteilen kann. Aber Du schreibst ja, dass es Zwischentexte und leere Seiten bzw. Überleitungen geben wird. Eine Arbeit, die Dir sicherlich noch viel Kopfzerbrechen und Ausprobieren abnötigen wird.
    Sonnige Grüße
    Bianca

    1. Hallo Bianca, das ist nett. Ja, die Herausforderung ist tatsächlich sehr unterschiedliche Dinge zusammenzubringen. Und das ganze auch noch ein wenig so zu gestalten, dass es nicht nur um das Abgebildete, sondern um den Prozess des Wahrnehmens des Abgebildeten geht. Ob das gelingt… ich weiß es nicht. Aber, es steht ja nichts auf dem Spiel, sondern es ist eines. Und daher … einfach mal weitermachen. Es wird schon was werden.
      Hab vielen Dank und schöne Grüße, heute mal aus Berlin – bin derzeit (zu) viel unterwegs.
      Jürgen

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