Dissolving Structures: ein Zwischenstand

Dissolving Structures: ein Zwischenstand

Unterdessen ist schon wieder Februar – und es wird Zeit die Arbeit an den Themen, die ich gerne dieses Jahr noch ausstellen mag, wieder aufzunehmen. Die 24 Fenster sind ja nun schon fertig, ein Booklet eingeschlossen, sie hängen ja gerade auch in Düsseldorf. Als zweite Arbeit will ich aber noch die Dissolving Structures noch fertigmachen. Der aktuelle Stand sieht schon mal nicht schlecht aus: es sind derzeit zehn Bilder in der Serie. Vielleicht kommt noch das eine oder andere dazu, mal sehen.

In der Auswahl sind nun Bilder, die vor allem Räume in Szene setzen. Räume durch die von außen helles Licht kommt. Die Farbigkeit bewegt sich im warmen und dunklen Tönen immer wieder spielen grüne Töne noch rein. Thematisch ist’s mein Lieblingsthema: Konstruktion von Wahrnehmung und Erinnerung.

Letztes Jahr habe ich noch überlegt, ob das auch eine dritte Dimension erhalten könnte. Würde ja auch zu der Räumlichkeit der Bildinhalte passen. Aber eine überzeugende Idee dazu ist mir noch nicht gekommen. Ich lass‘ das mal noch ein wenig köcheln. Es ist ja noch ein bisschen Zeit. Und bis dahin: weiter an den Bildern noch arbeiten, überflüssiges entfernen, sprechendes hinzufügen…


Hier der aktuelle Stand:

This Post Has 7 Comments

  1. Ich mag dieses Projekt ja arg gerne. Und finde Zehn eine angenehme Anzahl von Fotos. Ist natürlich nur eine persönliche Sache. Ich werde ja schnell ungeduldig auch 😉

    Dritte Dimension – mit viel Zeit und Energie und Durchhaltevermögen (welches Du ja so gaaaaaaaar nicht hast ;-)) und es mein Projekt wäre und ich eben die genannten Dinge zur Verfügung hätte: ich würde auf Glas/transparente Folie. Auf einen Stände, ein Gestell, auf dem an dann die einzelnen „Dias“ auch noch verschieben kann.

    Okay, Du hast nicht gefragt 😉 – aber irgendwie kam mir halt sofort diese Idee.

    Schönes Wochenende nach Berlin.

    1. Auch wenn ich nicht (explizit) gefragt habe, das ist ja ein Ideen- und Gedankenkatalysator … und daher passt jede Anregung. Ich werde das mit Plexiglas mal ausprobieren. Da aber alle „Slices“ nicht-norm Größe und Formate haben muss jede Scheibe gesondert angefertigt werden. Und die Ständer/Befestigungen sind auch noch so ein Thema…
      Ich werde mich da mal rantasten.

      Eine andere Alternative ist das Aufziehen auf z.B. Wabenpappe und dann reliefartig geschichtet. Wabenpappe gibt’s in verschiedenen Stärken bei Modulor und die lässt sich auch vergleichsweise noch gut bearbeiten. Dafür sieht sie halt … naja wie Dämmung eben aus 😉 Könnte passen, könnte aber auch nicht funktionieren. Auch das werde ich mal ausprobieren.

      Und wenn all das nicht geht, auch flach sehen die halt noch gut aus. Insofern: ein Luxusproblem 😉

      Hab‘ Dank, Anregungen und Hinweise sind immer gerne gesehen.
      Und auch Dir ein schönes Wochenende

  2. Was Martina vorgeschlagen hat, ging mir auch vorhin durch den Kopf. Eine Möglichkeit wäre, auf technisches Transparentpapier zu drucken – vermutlich verliert man wegen der fehlenden Beschichtung an Qualität, es käme aber auf einen Versuch an. Ansonsten gibt es von der Fa. Awagami extrem dünne Kozo-Papiere (ca. 50 gsm), aber mit Tintenaufnahmebeschichtung. Angeblich eignen die sich zur Hinterleuchtung. Ich habe mit diesen extrem dünnen Papieren selber keine Erfahrung, habe aber andere Papiere von Awagami benutzt und war immer zufrieden. Ist allerdings nicht preisgünstig.

    Viele Grüße,
    Thomas

    1. Ja, so stelle ich mir das auch vor. Transparente Folie (selbstklebend) liegt hier schon. Die zu schneiden ist auch kein Problem. Ich denke, dass es sicher qualitativ Abstriche geben wird, aber hier ist „Fine Art“ kein Primärfokus. Um den Träger aber nicht dilletantisch hier zu schneiden und/oder zu feilen will ich mal schauen, ob ich Plexi zugeschnitten bekommen.

      Der Tipp mit dem japanischen Papier ist toll! Das kannte ich noch nicht.
      Welche Papier nimmst Du da zum drucken? Und auf welchem Drucker druckst Du dann? Und rahmst Du das dann? Oder ziehst Du es auf? Würde mich interessieren…
      Ach ja: und welche Motive eigenen sich für diese Papiere?

      1. Zum Thema Plexiglas schneiden: Im „Bauhaus“ schneiden sie Dir das an der Holztheke zu. Wenn Du das Material da auch kaufst, kostet der Service noch nicht einmal Geld. In der Regel schneiden sie auf < 1mm genau. Selber schneiden ist meiner Erfahrung nach sehr schwierig, da das Material schnell ausbricht. Es besteht beim Bearbeiten mit schnelllaufenden Maschinen auch die Gefahr, daß es anschmilzt.

        Von den Awagami Papieren habe ich bisher Bamboo 170 gsm und Inbe Thin und Thick White verwendet, und zwar mit meinem Epson 3880 mit der Originaltinte. Ich habe darauf Farbfotos gedruckt. Zweck war es, Papiere für selbstgebundene Bücher (das ist mein DIng) auszuprobieren. Zunächst: Alle drei Papiere gehören zu den schönsten, die ich bisher benutzt habe. Die Haptik ist wunderbar, irgendwie organisch. Die Farb- und Kontrastwiedergabe ist moderater als bei Canson oder Hahnemühle, weniger "punchy", aber bei tadelloser Detailwiedergabe. Canson oder Hahnemühle sind mir, vor allem mit den Herstellerprofilen, teilweise zu heftig.

        Das Bamboo hat einen eher naturweißen Ton und eine ausgeprägte Struktur. Die Wiedergabe der Farben ist eher neutral, die Detailwiedergabe wie gesagt hervorragend. Man kann es beidseitig bedrucken, wobei es kaum zu Welligkeit neigt. Zur Buchproduktion habe ich es dennoch nicht eingesetzt, weil es mir zu steif ist.

        Die beiden Inbe Papier sind eher neutralweiß, ohne aber das — mir unangenehme — bläuliche Weiß von optischen Aufhellern zu haben. Das Papier ist leicht texturiert und fühlt sich weich und flexibel an, ist aber sehr reißfest. Die Farbwiedergabe ist, mit den Herstellerprofilen, leicht warmtonig, wirkt aber nicht künstlich. Beide Papiere nehmen die Tinte gut auf, neigen aber mehr zum Wellen als das Bamboo. Insgesamt wellen sie weniger als Zellulosepapiere vergleichbarer Stärke, ich würde sie aber trotzdem nach dem Bedrucken über Nacht in die Presse geben. Beim "Thin" muß man beachten, daß es, im Gegensatz zu dem, was Artidomo behauptet, nicht beidseitig bedruckt werden soll (lt. Hersteller). Ich habe es trotzdem versucht und für mich hat es funktioniert. Ich habe damit ein kleines Heftchen gebunden und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Von dem Inbe Thick habe ich einen Karton zurückgelegt, um damit ein Buch mit offenem Rücken zu produzieren. Ich bin aber noch nicht dazu gekommen.

        Als Fazit kann ich sagen, daß die Inbe Papiere für Bücher geeignet sind, aber leider etwas teuer. Ein gutes ungestrichenes Paper wie z.B. Munken Print Cream ermöglicht ähnlich charmante Ergebnisse für einen Bruchteil des Preises.

        Viele Grüße,
        Thomas

        1. Da sind ’ne ganze Menge tolle Anregungen dabei.
          Hab‘ Dank, das schaue ich mir mal in Ruhe an. Und einen guten Start in die Woche.

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